BWL-Studium: typische Vorurteile

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Heute gibt es wieder einen neuen Beitrag über mein alltägliches Uni-Leben. Fast zu jedem Studiengang gibt es die passenden Vorurteile: Die Sozis laufen immer barfuß in der Uni rum, die Informatiker sind alle Nerds und dann gibt es noch die verwöhnten BWL-Studenten. Zugegebenermaßen gibt es auch irgendwo Leute, die solche Klischees zu 100% erfüllen, aber trotzdem sollte man solche Aussagen nicht zu ernst nehmen und sich selbst ein Bild von den Menschen machen. Nehmt den Beitrag mit Humor und vielleicht seht ihr danach die ganze spießige Wirtschaftswelt ein wenig mit anderen Augen. 😀

BWL studieren alle, die nicht wissen, was sie sonst machen sollen

Diese Aussage darf ich mir meistens von neuen Bekanntschaften anhören. Als ich frisch angefangen habe, war es besonders schlimm. ^^ An diesem Vorurteil ist natürlich auch was Wahres dran, aber die Studierenden werden tatsächlich so schnell aussortiert, dass die Leute, die das Studium just for fun angefangen haben, in den ersten Semestern rausgeschmissen werden. In den ersten Semestern sind in fast jedem Studium die (theoretischen) Grundlagen nicht gerade ein Kinderspiel. Trotzdem studieren sehr viele BWL, was auch daran liegt, dass die Wirtschaft vielversprechende Arbeitsplätze für Absolventen bietet. Im Laufe des Studiums kann man sich auf einen von den vielen Fachbereichen spezialisieren. Nichtsdestotrotz bleiben die anderen Türen auch nach dem Studium offen, falls man doch keine Lust mehr auf beispielsweise die Unternehmensberatung hat und lieber ins Marketing gehen möchte. Von Banken- bis zur Medienbranche findet jeder mit der Zeit sein richtiges Fachgebiet. Ich dachte anfangs auch nicht, dass ich irgendwann im Controlling lande. Als Blogger müsste ich ja eigentlich Marketing vertiefen, oder? 😉

BWLer sind verwöhnte Schnösel

Die BWL-Studenten haben es ja leicht! Ihre reichen Eltern finanzieren eh ihr ganzes Studium, damit sie später schön das Business von Daddy übernehmen können. Auch wenn es solche Eltern gibt, dann soll man doch einfach Denjenigen ihr Glück gönnen? Ist doch schön, wenn man während des Studiums nicht arbeiten gehen muss und sich voll auf die Uni konzentrieren kann. Natürlich gibt es auch die verwöhnte rich kids, die selbstständig nichts auf die Reihe kriegen, aber das haben dann auch zum Teil die Eltern zu verantworten. Jeder freut sich insgeheim über eine Unterstützung von seinen Eltern. Genau solche Leute sind dankbar für diese Möglichkeit und von Angeberei habe ich persönlich  bei meinen Kommilitonen nichts mitbekommen. Die meisten Studenten, die ich kenne, gehen nebenbei trotzdem arbeiten, um ihr Studium und Freizeitbeschäftigungen zu finanzieren. Wer sich dann eine Designerhandtasche von seinem Geld kaufen möchte, der soll es auch tun!

BWL-Studenten ziehen sich spießig an

Der fesche Mann mit einer prince charming Frisur trägt in der Uni ein Polohemd, eine Chinohose und hat einen Aktenkoffer am Start. Die Mädels kommen topgestylt in ihren High Heels und Louis Vuitton Handtäschen in die Vorlesungen. Haben sie die Uni mit dem nächsten Club verwechselt? Ich kann euch Entwarnung geben: Die Meisten laufen völlig normal angezogen am Campus herum! 😀 Falls jemand im Hemd und Anzug  rumläuft, kommt es davon, dass derjenige entweder anschließend in die Arbeit geht oder ein Vorstellungsgespräch hat. Wer vor allem im Finanzsektor arbeitet, kommt um Businesskleidung nicht herum.

Im BWL-Studium muss man alles nur auswendig lernen

Außer natürlich der liebe Vater erkauft einem dem Studienabschluss! 😀 In den meisten Studiengängen gibt es anfangs viele Fächer, wo man wirklich stupide auswendig lernen muss, aber irgendwann braucht man die ganzen Zusammenhänge für die höheren Semester und da bringt einem das auswendig Lernen rein gar nichts mehr. Zum Teil wird man auf Verständnis abgefragt. Auch arbeitet man im BWL-Studium viel mit Gesetzestexten. What? Stellt euch vor es wird auch ziemlich viel gerechnet.

Alle Blogger studieren BWL

Ähm, ja. Irgendwo stimmt dieses Gerücht. Ich kenne tatsächlich einige Blogger, die ebenfalls BWL studieren/studiert haben. Vivian von The Rubin Rose hat sogar bis vor Kurzem auf meiner FH studiert und kommt aus meinem Wohnort – Zufall? 😀 Viele Studenten fangen während ihres Studiums an zu bloggen. Ich kann mir gut vorstellen, dass der Anreiz einen Blog zu starten besonders durch (Online-)Marketingvorlesungen erweckt wird. Die Zeit hat man meistens als Student auch. Wieso dann nicht seinen eigenen Blog starten? Als BWLer hat man auch ab einem gewissen Grad einiges an Wissen in Marketing, Buchführung und sogar teilweise Programmierung (Ja, wir haben auch Informatikvorlesungen 😉 ) erlernt und kann dementsprechend sein Wissen in der Praxis gleich umsetzen. Ich kenne aber auch mittlerweile viele Blogger, die überhaupt nichts in diese Richtung studieren haben und nebenbei arbeiten.

Wer studiert von euch und was genau? Welche Vorurteile kennt ihr noch? Falls ihr demnächst vorhabt zu studieren, könnt ihr gerne hier vorbeischauen. In dem Beitrag geht es um Dinge, die ich vor meinem ersten Uni-Tag gerne gewusst hätte.

8 Responses
  • Kristina
    Juni 25, 2017

    Ich beende bald meinen Masterstudiengang in Marketing. Also wie du richtig festgestellt hast, der größte Klischee-Blogger-Studiengang. Danach werde ich anfangen für einen Online-Shop zu arbeiten. Allerdings kenne ich auch viele Blogger, die völlig andere Berufe haben bzw. Studienfächer. Schön, dass du mit einigen Vorurteilen aufgeräumt hast!
    Liebe Grüße ♡Kristina
    TheKontemporary

    • Tanja
      Juli 2, 2017

      Danke liebe Kristina! 🙂 Genauso sehe ich es auch. LG Tanja

  • Enni
    Juni 25, 2017

    Haha, wie sympathisch dieser Beitrag 🙂

  • Katja von Schminktussis Welt
    Juni 28, 2017

    Da kommt man sich fast schlecht vor wenn man als Blogger nicht studiert hat. 😀

    • Tanja
      Juli 2, 2017

      Liebe Katja, aber hoffentlich nur fast. 😀 Habe irgendwie langsam das Gefühl, dass ein Studium Voraussetzung ist für einen Blogger. xD

  • Carolin
    Juni 30, 2017

    Sehr sehr cooler Post Liebes!
    Mit den meisten der Vorurteil würde ich während meinem Studium auch konfrontiert 😀 Ich muss aber auch zugeben, dass ich nach dem Abi wirklich nicht wusste was ich machen will und dan BWL studiert habe – das vorurteil trifft also tatsächlich auf mich zu 😀 Das Studium hat mir dann aber besser gefallen als ich dachte und die meisten haben tatsächlich während der ersten beiden Semester abgebrochen 🙂
    Ich habe mich aber auch (ganz Blogger-mäßig :D) auf Marketing und Handel spezialisiert 🙂

    Liebe Grüße, Caro :*
    http://nilooorac.com/

    • Tanja
      Juli 2, 2017

      Danke liebe Caro! 🙂
      Finde es auch völlig in Ordnung spontan mal etwas auszuprobieren und finde es cool, dass dir dein Studium dann schlussendlich gefallen hat. Ja, das Bloggen oder Marketing führt meistens zu einem davon. 😀

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