Ich werde Blogger – Dinge, die man vorher wissen sollte

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Heute gibt es einige wertvolle Tipps für angehende Blogger. Welche Dinge sollte man vor dem Start beachten und wie viel Arbeit wirklich hinter einem Blog steckt, möchte ich euch heute erklären. Manche Sachen sind einem vielleicht vor der eigentlichen Blog-Gründung gar nicht bewusst.

Wie weit möchte ich mit meinem Blog kommen?

Die erste Frage, die man sich vor der Erstellung eines Blogs stellen sollte: Was möchte ich überhaupt mit meinem Blog erreichen? Möchte ich nur meine eigenen Gedanken veröffentlichen oder möchte ich Content mit Mehrwert für andere Menschen produzieren? Soll der Blog hobbymäßig betrieben werden oder erhoffe ich mir später mit meinem Blog Geldeinnahmen zu erzielen? Will ich vielleicht sogar ein Fulltime-Blogger werden? Wie viel Zeit möchte ich in meinen Blog eigentlich investieren?

Was brauche ich für den Start?

Bevor es losgehen kann, sollte sich jeder Blogger wissen, dass für einen gut laufenden Blog einige Investitionen vorab getätigt werden müssen. Diese könnten den Kauf einer Domäne und Server oder Equipment wie Kamera, Stativ und Softboxen beinhalten.
Natürlich muss man kein Geld für seinen Blog ausgeben, aber wer von Anfang an professionell einsteigen möchte, sollte sich Gedanken über den Kauf einer individuellen Domäne, sowie über ein responsible Design machen. Auch das Einrichten des eigenen Blogs erfordert eventuelle Hilfe von einem Profi. P.S. Eine teure Kamera macht keine guten Bilder, wenn man damit nicht umgehen kann.

Was gehört alles zur Arbeit?

Viele Nicht-Blogger unterschätzen den tatsächlichen Aufwand, der hinter der Pflege eines Blogs steckt: „Paar Fotos knipsen und einen kurzen Text schreiben kann ja jeder!“ Schön wäre es! Als Blogger beschäftigt man sich nicht nur mit der Recherche und der Fotografie. Der Beitrag ist fertig, aber keiner liest ihn und jetzt? Der eigene Blog muss auf verschiedenen sozialen Netzwerken wie Facebook und Instagram beworben werden und diese Accounts sollten auch regelmäßig gepflegt werden. Auch um Pintrest und SEO (=Suchmaschinenoptimierung) kommt man heute als Blogger nicht mehr herum. Vielleicht muss man selber vor der Kamera modeln und anschließen die Fotos bearbeiten, wenn man z.B. wie ich ein Fashionblog betreibt. Als Gegenzug fotografiert man andere Kollegen und geht auf Events zum Networken. All das kostet Zeit, die man oftmals in einem Vollzeitberuf/Studium nicht täglich aufbringen kann. Bei dem Thema Timemanagement kann ich euch ein Lied singen. 😀

Wie bekommt man eine Kooperation?

„Ich werde Blogger und dann kriege ich alles umsonst!“ Diesen Satz habe ich schon so oft gehört. (mehr zu dem Thema: „Was mich am Blogger nervt“ findet ihr hier) Die erste bezahlte Kooperation kommt nicht von heute auf morgen. Es braucht einige Zeit, bis der Blog überhaupt über Google und Co. gefunden wird. Auch die Qualität der Blogbeiträge spielt dabei eine wichtige Rolle. Tipps, wie ihr eure erste Kooperation bekommt, findet ihr übrigens hier. Als Blogger sollte man sich vor allem an die abgemachten Kooperationsbedingungen halten und trotzdem sollte man seinen Lesern gegenüber ehrlich und authentisch bleiben.

Was einem bewusst sein sollte

Bevor man einen Blog startet, sollte einem bewusst werden, dass man sich freiwillig in die Öffentlichkeit stellt. Im Internet fällt Kritik schneller, als man denkt. Vielleicht werden auch Leute aus deinem eigenen Umfeld über dich Reden – entweder aus Neugierde oder aus Neid. Deswegen sollte man sich einfach im Klaren sein, dass man sich mit einem Blog angreifbar macht. Das Internet vergisst nie, deswegen lieber zwei Mal überlegen, was man von sich preisgibt.

Habt ihr euch damals vor eurem Blog-Start Gedanken über diese Punkte gemacht? Ich muss ehrlich gestehen, dass ich den ganzen Aufwand unterschätzt habe. Als Blogger muss man sich ständig weiterentwickeln – zum Beispiel neue Tools ausprobieren, neues Equipment kaufen. Es gibt immer was Neues zu tun – ein abwechslungsreiches Hobby! 🙂 Ich wünsche euch einen schönen Tag.

12 Responses
  • Sally-Anne
    April 9, 2017

    Als ich mit dem Bloggen angefangen habe, war ich mir über all diese Punkte nicht im klaren – was auch schnell zum sogenannten Struggle wurde. Aber letztendlich überwiegt der Spaß am bloggen bei mir, sodass ich es auch nicht mehr missen möchte. Hab einen schönen Sonntag ❤
    Liebste Grüße, Sally-Anne
    http://www.xosallyanne.blogspot.de

    • Tanja
      April 17, 2017

      Liebe Sally-Anne, so geht es mir ebenfalls. Man lernt nie aus. 🙂

  • Vincent
    April 10, 2017

    Mir gefällt der Beitrag sehr, sehr gut! Ein Lob für deine Ehrlichkeit und die Tatsache, dass du auf Kommentare eingehst, die so gut wie jeder Blogger zu hören bekommt. Danke fürs klarstellen, hahaha. Bleib wie du bist!
    Ganz liebe Grüße,
    Vincent.

    • Tanja
      April 17, 2017

      Danke Vincent. 🙂 Bloggerwelt besteht leider nicht nur aus Regenbogen und Pustekuchen! 😀

  • Mel
    April 17, 2017

    Hallo Tanja,
    erstmal: Dein Blog gefällt mir sehr gut. Besonders der Header hat was und wirkt sehr ansprechend meiner Meinung nach. 🙂
    Ich bin selbst erst seit ca. einer Woche dabei und finde diesen Beitrag sehr interessant. Ich stimme mit vielem überein, allerdings finde ich z.B., dass es schwierig ist, bereits vorher festzulegen, was man mit seinem Blog erreichen möchte. Vielleicht besteht der Wunsch, Vollzeitblogger zu werden und dann merkt man, dass es einem gar keinen Spaß macht. Aber klar, du hast Recht, dass es einfacher ist, ein Projekt zu starten, wenn man das Ziel kennt!

    Liebe Grüße,
    Melissa von http://www.lovingmel.net

    • Tanja
      April 20, 2017

      Danke liebe Mel für dein Feedback. 🙂 Ich hoffe, dass du dich schon ein wenig in das Bloggen eingefunden hast? 🙂 Und zu deinem Punkt, dass es anfangs schwer festzulegen ist, was man erreichen möchte, hast du auch Recht. Ich denke, dass aber einige davor schon trotzdem irgendwo wissen, ob sie nur zum Spaß das Bloggen anfangen möchten oder irgendwo sich den Durchbruch erhoffen. LG Tanja

  • Konstantin
    April 26, 2017

    Was für mich wichtig ist, ist die Leidenschaft. Viele fangen an auf Instagram zu bloggen um Aufmerksamkeit zu generieren oder erhoffen sich das sie Kleidung umsonst bekommen. Vergessen aber das man um Erfolg zu haben mit Leidenschaft daran arbeiten muss. Es muss einem vom ersten Moment an Spaß machen. Grüße konstantin 🙂

    • Tanja
      Mai 1, 2017

      Danke Konstantin für deinen Kommentar. 🙂 Ich finde auch das der Erfolg davon kommt, dass jemand für eine Sache wirklich brennt und sich Mühe gibt. Paar Bilder zu posten bringt auf Dauer einfach nichts.

  • Sarah
    April 28, 2017

    Ein sehr schöner Beitrag!
    Du hast mit deinen Dingen wirklich Recht, aber genau das macht das Bloggen aufregend!
    Weil es eben nicht nur ein paar Bilder knipsen und einen Text schreiben ist – ich liebe das Bloggen einfach! 🙂
    Liebe Grüße Sarah <3

    • Tanja
      Mai 1, 2017

      Danke liebe Sarah <3 🙂

  • Chris
    November 14, 2017

    Sehr schöner Beitrag, der auch so asbolut der Wahrheit entspricht! Viel Arbeit steckt dahinter, und am Anfang (bin ja immer noch am Anfang) steckt echt viel Arbeit dahinter! Aber es macht Spaß, und das ist auch ganz wichtig wie ich finde. Wenn ich zum Beispiel mit meinem Gran Canaria Blog Menschen Tipps über meine Insel geben kann, und diese sich dann für die Tipps & Beiträge bedanken, ein schöneres Gefühl gibt es garnicht 🙂

    • Tanja
      November 30, 2017

      Danke lieber Chris für deinen Kommentar 🙂
      Das ist natürlich das Wichtigste, dass die Arbeit und Zeit, die man besonders anfangs vermehrt investiert, Spaß macht. 🙂
      Liebe Grüße
      Tanja

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